Oberstufe



Einführungsphase
(Die Einführungsphase entspricht seit dem Schuljahr 2010/11 dem 10. Schuljahr, also nach der Schulzeitverkürzung dem ersten Jahr der gymnasialen Oberstufe.)

Die Einführungsphase ist als pädagogische Einheit zu sehen.

Ziele:
1.    Die Einführungsphase soll weitgehend „Klassencharakter“ behalten.
2.    Sie soll auch an einer kleinen Schule ein möglichst breites Wahlangebot für die Qualifikationsphase offen halten.
3.    Die Einführungsphase soll auf die methodischen Arbeitsweisen der Qualifikationsphase vorbereiten.
4.    Sie soll den Schülern eine individuell gestaltete Planung der schulischen Laufbahn ermöglichen.
5.    In der Einführungsphase soll das zunehmend selbstständige Lernen der Schüler unterstützt werden.
6.    Haupt- und Realschüler werden besonders gefördert.
7.    Wir unterstützen den Aufenthalt im Ausland während dieses Schuljahres.

Diese Ziele erreichen wir durch
•    gleiche Lerngruppen mindestens in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Geschichte und Sport.
•    Verbindlichkeit von Geschichte für alle Schüler bis zum Ende der Qualifikationsphase 1.
•    das Angebot von Französisch als fortgeführter Fremdsprache.
•    das Angebot von Latein als neu einsetzender Fremdsprache.
•    das Angebot von zwei bis drei Naturwissenschaften und Informatik.
•    das Angebot von Deutsch, Englisch und Mathematik als Vertiefungsfächer (je nach Bedarf bzw. Wahlverhalten der Schüler).
•    methodische Vorbereitung auf eigenständige Arbeitsformen wie Facharbeiten, Projekte u.Ä. durch Gruppenarbeiten, Präsentationsübungen und Referate.
•    Angebote zur Berufsinformation.
•    intensive Beratung durch den Oberstufenkoordinator in Informationsveranstaltungen und persönlichen Gesprächen.
•    Beratung u.a. durch PLG-Schüler, die im Ausland waren.


Qualifikationsphase
(Die Qualifikationsphase 1 und 2  entspricht seit dem Schuljahr 2010/11 dem 11. und 12. Schuljahr, also nach der Schulzeitverkürzung dem zweiten und dritten Jahr der gymnasialen Oberstufe.)

Ziele:
1.    Vermittlung eines vernetzten Fachwissens und einer grundlegenden Allgemeinbildung
2.    Ermöglichen einer individuellen Schwerpunktbildung innerhalb des vorgegeben Rahmens
3.    Vermittlung der Studierfähigkeit
4.    Unterstützung des selbstständigen, eigenverantwortlichen Lernens
5.    Förderung von Sozialkompetenz und Verantwortungsgefühl

Diese Ziele erreichen wir durch
•    inhaltlich und methodisch anspruchsvollen Unterricht.
•    Qualitätsentwicklung des Unterrichts im Rahmen des Projekts „Unterrichtsentwicklung“.
•    das Angebot der Fächer Deutsch, Englisch, Erdkunde, Mathematik und Biologie als Leistungskurse, in Kooperation auch Französisch, Geschichte oder Physik (abhängig vom Wahlverhalten der Schüler).
•    das Angebot von vokal- und instrumentalpraktischen Grundkursen (Chor und Orchester) zur Abdeckung der Belegverpflichtungen im musischen Bereich.
•    die verbindliche Festlegung der Zusatzkurse in Geschichte bzw. Sozialwissenschaften zur Schaffung von Planungssicherheit (GE: Q 1, SW: Q 2).
•    das Schreiben einer Facharbeit in einem Fach eigener Wahl an der eigenen Schule.
•    die persönliche Betreuung der Facharbeiten und intensive Beratung bei der Themenfindung und während des Schreibprozesses (maximal vier Facharbeiten je Kurslehrer).
•    einen Besuch der Universitätsbibliothek Paderborn als Hilfe zur Literatursuche und zur Einführung in den universitären Bereich.
•    kompetente Beratung durch die Fachlehrer in fachlichen und fachmethodischen Belangen.
•    intensive Laufbahnberatung durch den Oberstufenkoordinator in Informationsveranstaltungen und persönlichen Gesprächen.
•    vielfältige Angebote zur Studien- und Berufsinformation.
•    eine Informationstagung mit schriftlichem und mündlichem Bewerbungstraining.
•    eine einwöchige Studienfahrt, die an ein gemeinsames Unterrichtsfach angebunden wird.
•    die Förderung der Übernahme von Verantwortung im Rahmen der SV, Schüler helfen Schülern, als Schulsanitäter oder Sporthelfer oder durch Engagement auf Schulveranstaltungen.
•    die Übernahme von Projekten aus dem kommunalen und gesellschaftlichen Bereich.

Die Leistungsbewertung findet in Klausuren und im Bereich der „sonstigen Mitarbeit“ (mündliche Mitarbeit, Präsentationen, Referate, Hausaufgaben, Übungen, praktische Arbeiten …) statt. Dafür geben die Fachlehrer die Beurteilungskriterien und –maßstäbe zu Kursbeginn bekannt. Im Bereich der „sonstigen Mitarbeit“ teilt der Kurslehrer die Noten vierteljährlich mit. Die in Punkte umgerechnete Kursabschlussnote wird nach der Zeugniskonferenz mitgeteilt.

Das Abitur
Das Abitur setzt sich aus den Noten im Grund- und Leistungskursbereich der Qualifikationsphase (Q 1 und Q 2) und den Ergebnissen der Abiturprüfung zusammen.
Die Abiturprüfung wird schriftlich in den beiden Leistungskursfächern und einem Grundkursfach und als mündliche Prüfung in einem weiteren Grundkursfach abgelegt. Dabei müssen unter diesen vier Abiturfächern zwei der Fächer Deutsch, Mathematik oder Fremdsprache vertreten sein. Außerdem müssen durch die vier Abiturfächer die drei Aufgabenfelder (sprachlich-literarisch-künstlerisches, gesellschaftswissenschaftliches, mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches) abgedeckt sein. (Die näheren Einzelheiten werden rechtzeitig in Informationsveranstaltungen und –schriften vermittelt.)
Die im Abitur erreichte Gesamtpunktzahl wird in eine Durchschnittsnote umgerechnet.
Nach den Abiturprüfungen findet die Verabschiedung der Schüler am Samstagmorgen im Rahmen einer Festveranstaltung mit vorausgehendem ökumenischen Gottesdienst in der Aula der Schule statt.